Tarifrunde TV-L 2026
Abgeschlossen
Stand: 14.02.2026
Überblick der Verhandlungen
- 2,6 MillionenBeschäftigte in den Ländern
- Einigung+ 5,8 % Erhöhung
Zentrale Forderungen
- Erhöhung der Entgelte um 7 % - mindestens 300 € pro Monat, Laufzeit 12 Monate
- Zusätzlicher freier Tag für Gewerkschaftsmitglieder
- Vergütung für Auszubildende: + 200 Euro
- Zeitzuschläge: + 20 Prozentpunkte
Verhandlungsverlauf
- 03.12.2025Erste Verhandlungsrunde in Berlin ergebnislos.
- 15./16. Januar 2026Zweite Verhandlungsrunde in Potsdam ergebnislos. Arbeitgeberseite legte kein verbindliches Angebot vor. Verwies stattdessen auf die angespannte finanzielle Situation.
- 11.-12. Februar 2026Am 14.02.2026 gab es noch keine endgültige Einigung in den Tarifverhandlungen zum TV-L. Die Verhandlungsparteien haben sich jedoch deutlich angenähert, sodass eine realistische Einigung in greifbare Nähe gerückt ist.
- 14. Februar 2026Tarifeinigung! Einkommenserhöhung: Insgesamt 5,8 Prozent bei einer Laufzeit von 27 Monaten
Verhandlungsergebnis
- Gehaltserhöhungen
- 01.11.2025: Nullrunde
- 01.04.2026: +2,8 Prozent, mindestens 100 Euro
- 01.03.2027: +2,0 Prozent
- 01.01.2028: +1,0 Prozent
- Auszubildende und Praktikanten
- 01.11.2025: 5 Monate Nullrunde
- 01.04.2026: +60 €
- 01.03.2027: +60 €
- 01.01.2028: +30 €
- Studentische Hilfskräfte
Das Mindeststundenentgelt für studentische Hilfskräfte wird schrittweise erhöht:
- bisher: 13,98 €
- ab dem Sommersemester 2026: 15,20 €
- ab dem Sommersemester 2027: 15,90 €
- Zulagen und Sonderzahlungen
- Anhebung zum 01.07.2026:
- Schichtzulage von 40 € auf 100 €
- Schichtzulage Kliniken von 60 € auf 100 €
- Wechselschichtzulage von 105 € auf 200 €
- Wechselschichtzulage Kliniken von 150 € auf 250 €
- Angleichung der Arbeitsbedingungen zwischen Ost und West
Die Arbeitsbedingungen im Tarifgebiet Ost werden schrittweise an das Niveau des Tarifgebiets West angepasst. Ab dem 01.01.2027 wird im Tarifgebiet Ost die Unkündbarkeit entsprechend der Regelung in §34 Absatz 2 TV-L eingeführt.
Die regelmäßige Wochenarbeitszeit von bisher 40 Arbeitsstunden wird stufenweise abgesenkt:
- ab 01.01.2027: 39,5 Stunden
- ab 01.01.2028: 39,0 Stunden
- ab 01.01.2029: 38,5 Stunden
- Laufzeit
- 01.11.2025 – 31.01.2028 (27 Monate)
- Übertragung auf Beamte
- Zeit- und wirkungsgleiche Übertragung des Tarifergebnisses auf Beamte und Versorgungsempfänger
Reaktionen der Verhandlungspartner
- „Natürlich ist das ein Kompromiss und nicht alle unsere Forderungen konnten wir umsetzen“Volker Geyer, dbb Bundesvorsitzender (Quelle: dbb.de)
- „Es geht für uns an die Grenzen des finanziell machbaren“Andreas Dressel, TdL-Verhandlungsführer (Quelle: welt.de)
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